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Die Stunde ist nahe, und der Tag steht bald bevor

Autorenbild: manfred.lobsteinmanfred.lobstein


(Bild: KI-generiert)


“Denn die Stunde ist nahe, und der Tag steht bald bevor, da die Erde reif ist, und alle Stolzen und jene, die Schlechtes tun, werden wie Stoppeln sein, und ich werde sie verbrennen, spricht der Herr der Heerscharen, sodass es keine Schlechtigkeit auf Erden geben wird;” (Lehre und Bündnisse 29:9). 

  • Die Aussage „Die Stunde ist nahe, und der Tag steht bald bevor“ in L&B 29:9 ist nicht in einem menschlichen, sondern in einem göttlichen Zeitrahmen zu verstehen. In den heiligen Schriften wird oft betont, dass Gottes Zeitrechnung sich von der menschlichen unterscheidet (2. Petrus 3:8).  


    Hier kündigt der Herr das Zweite Kommen an und betont, dass es näher ist, als die Menschen vielleicht denken. Für diejenigen, die in Unglauben oder Sorglosigkeit leben, mag es noch fern erscheinen, doch aus göttlicher Sicht rückt der Zeitpunkt unausweichlich näher. Der Ausdruck soll die Gläubigen wachrütteln und sie darauf hinweisen, dass sie sich jederzeit auf das Kommen des Herrn vorbereiten sollen. 


     


    Diese Formulierung ähnelt anderen Aussagen in den Schriften, wo der Herr betont, dass sein Kommen „plötzlich“ (LuB 45:26, Maleachi 3:1) und „wie ein Dieb in der Nacht“ (1. Thessalonicher 5:2) geschehen wird. Daher sollen sich die Gläubigen jederzeit bereitmachen, weil der genaue Zeitpunkt unbekannt bleibt. 


In den Versen 9–13 offenbart der Herr den sieben versammelten frühen Führern der wiederhergestellten Kirche zentrale Wahrheiten über die bevorstehenden Ereignisse der Endzeit und das Zweite Kommen Christi. Er kündigt an, dass der Tag nahe sei, an dem die Erde reif für das Gericht werde. Die Stolzen und Schlechten würden wie Stroh verbrannt werden, sodass keine Schlechtigkeit mehr auf der Erde existiere (REINIGUNG DER ERDE). Dies entspricht alttestamentlichen Prophezeiungen, etwa aus Maleachi 4:1, in denen das Gericht des Herrn mit Feuer beschrieben wird. 

Neu für die Anwesenden ist die konkrete Offenbarung, dass sich die biblischen Vorhersagen bald erfüllen würden und dass der Herr sich vom Himmel her offenbaren werde, um tausend Jahre lang in Rechtschaffenheit auf der Erde zu wohnen. Zudem offenbart er, dass seine Apostel, die ihn während seines irdischen Wirkens begleiteten, am Tag seines Kommens an seiner rechten Seite stehen und das Haus Israel richten würden. Diese Lehre erweitert die biblische Verheißung aus Matthäus 19:28, in der Christus den Zwölf zusagt, dass sie auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden. 


Ebenfalls neu ist die detaillierte Beschreibung der Auferstehung der Rechtschaffenen, die beim Klang der Posaune hervorkommen und mit Christus eins sein werden. Während die Bibel bereits von der Auferstehung der Toten spricht (z. B. 1. Thessalonicher 4:16, 1. Korinther 15:52), erweitert die Offenbarung diese Vorstellung durch das Bild der Gläubigen, die gekrönt und in Herrlichkeit Christus gleich sein werden. Damit erhalten die versammelten Führer eine tiefere Einsicht in die Reihenfolge und den Ablauf der Ereignisse, die mit dem Zweiten Kommen verbunden sind. 


Sowohl das Buch Mormon als auch Lehre und Bündnisse betonen die besondere Bedeutung der zwölf Apostel, die mit Jesus Christus in Jerusalem und Umgebung dienten. Bereits in der ersten Vision Lehis sieht er den Erretter vom Himmel herabkommen, gefolgt von zwölf anderen, deren Helligkeit die der Sterne übertraf (1 Nephi 1:9-10). Später wird Nephi in einer Vision gezeigt, wie diese Apostel gemeinsam mit dem Herrn dienen (1 Nephi 11:29). Er sieht auch, dass sich die Schlechten gegen die zwölf Apostel des Lammes erheben (1 Nephi 11:34–35). Außerdem lehrt Nephi, dass die zwölf Apostel von Jerusalem das gesamte Haus Israel richten werden, während zwölf von den Nephiten Berufene speziell für deren Nachkommen zuständig sein werden (1 Nephi 12:9–10; Mormon 3:17–19). 


Christus selbst lehrte die zwölf Apostel in Jerusalem, dass sie bei seinem Zweiten Kommen auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden (Matthäus 19:28). Eine Offenbarung an Joseph Smith ergänzt diese Hierarchie, indem sie offenbart, dass die Apostel unter der Leitung von Michael (Adam) dienen werden, der die Schlüssel des Heils besitzt und Jesus Christus untersteht (LuB 78:16). 

Präsident John Taylor erklärte dazu, dass die göttliche Ordnung des Richtens mit Jesus Christus als oberstem Hohepriester und König beginnt. Ihm folgen die zwölf Apostel, die er in Jerusalem berufen hat, dann die zwölf Jünger auf dem amerikanischen Kontinent, die unter der Leitung der Jerusalemer Apostel stehen. Diese Hierarchie wird auch durch Petrus, Jakobus und Johannes repräsentiert, die als Führung der Zwölf Apostel anerkannt sind. Sie besaßen zuerst auf der Erde und dann im Himmel die Schlüssel des Priestertums und übertrugen sie auf Joseph Smith und Oliver Cowdery. 

Weiterhin lehrte Präsident Taylor, dass auch die Heiligen am endgültigen Gericht beteiligt sein werden. Christus steht an der Spitze, gefolgt von seinen Aposteln und Jüngern. Dann folgen die Heiligen und andere Träger des Priestertums, die die Welt richten werden. Diese vereinte Priestertumshierarchie wird über das Schicksal der Menschheit entscheiden und alle Angelegenheiten in Gerechtigkeit beurteilen. 


Hier offenbart der Herr ein dramatisches Szenario der letzten Tage, das mit großen kosmischen und irdischen Zeichen einhergeht. Vor seinem Zweiten Kommen wird es gewaltige Zeichen am Himmel geben: Die Sonne wird sich verfinstern, der Mond wird blutrot erscheinen, Sterne werden vom Himmel fallen und es wird noch größere Zeichen geben, sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Diese Zeichen werden die Menschen in Angst und Verzweiflung versetzen. 

Darüber hinaus wird es katastrophale Naturereignisse geben, darunter einen großen Hagelsturm, der die Ernten vernichten wird. Diese Drangsale kommen als Folge der Schlechtigkeit der Menschen, weil sie nicht umkehren wollen. Der Herr erklärt, dass er aufgrund der Bosheit der Welt Vergeltung üben wird, da die Menschen sein Sühnopfer ablehnen. 


Die Strafen werden schwer sein: Fliegen werden über die Erde gesandt, die die Menschen befallen und ihr Fleisch verzehren. Maden werden sie befallen, ihre Zungen werden verstummen, sodass sie nicht gegen den Herrn lästern können. Ihr Fleisch wird von den Knochen fallen, ihre Augen aus den Höhlen. Wilde Tiere und Vögel werden sich über die sterblichen Überreste hermachen. 


Schließlich prophezeit der Herr den endgültigen Untergang der „großen und gräuelreichen Kirche“ (Die große und gräuelreiche Kirche), die als die Hure der ganzen Erde bezeichnet wird. Sie wird durch ein verzehrendes Feuer vernichtet werden, so wie es bereits durch den Propheten Ezechiel (38 und 39) geweissagt wurde. Der Herr bekräftigt, dass diese Ereignisse gewiss eintreten werden, weil Gräuel und Bosheit nicht dauerhaft herrschen dürfen. 


Diese Verse beschreiben eine Zeit des göttlichen Gerichts, in der das Böse bestraft und die Erde für das Zweite Kommen Jesu Christi gereinigt wird. 


 
 
 

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