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Er empfängt sie gleichwie Mose

  • Autorenbild: manfred.lobstein
    manfred.lobstein
  • 27. März
  • 4 Min. Lesezeit


Der heute lebende Prophet Gottes, Russel M. Nelson

(Bild: Quelle)


“Aber siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Niemand wird bestimmt werden, Gebote und Offenbarungen in dieser Kirche zu empfangen, ausgenommen mein Diener Joseph Smith Jr., denn er empfängt sie gleichwie Mose.” (Lehre und Bündnisse 28:2). 


Die Autorität, Offenbarungen für die gesamte Kirche zu empfangen 

Lehre und Bündnisse 28 entstand in einer Zeit erheblicher Herausforderungen für die junge Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Diese Offenbarung wurde im September 1830 gegeben und diente der Klärung einer fundamentalen Frage: Wer hat die Autorität, Offenbarungen für die gesamte Kirche zu empfangen? 


Die Ereignisse, die zu dieser Offenbarung führten, lassen sich auf zwei miteinander verbundene Konflikte zurückführen. Der erste betraf Oliver Cowdery, einen der engsten Vertrauten Joseph Smiths. Nach der Annahme der Artikel und Bündnisse (heute Lehre und Bündnisse 20) durch die Gemeinde im Juni 1830, schrieb Cowdery an Joseph Smith und forderte eine Änderung eines bestimmten Abschnitts. Er argumentierte, dass die Aussage, ein Taufkandidat müsse „durch seine Werke wahrhaftig manifestieren, dass er die Gabe Christi zur Vergebung seiner Sünden empfangen hat“ (LuB 20:37), entfernt werden sollte, da dies eine Form von Priestertumsherrschaft darstellen könnte. Er befahl Joseph Smith in seinem Brief sogar ausdrücklich, diesen Passus zu ändern. Joseph reagierte darauf mit der Frage, mit welcher Autorität Cowdery eine solche Forderung stellte, und reiste schließlich nach Fayette, um das Problem zu lösen. Nach intensiven Diskussionen mit Oliver Cowdery und Mitgliedern der Whitmer-Familie konnte Joseph sie schließlich überzeugen, die Formulierung beizubehalten. 


Ein noch ernsterer Konflikt entstand wenige Monate später, als Hiram Page, ein Schwager sowohl von Oliver Cowdery als auch der Whitmers und einer der acht Zeugen des Buches Mormon, behauptete, Offenbarungen durch einen Seherstein empfangen zu haben. Diese angeblichen Offenbarungen betrafen unter anderem den Aufbau Zions und die Ordnung der Kirche, widersprachen jedoch sowohl der Bibel als auch früheren Offenbarungen (L&B 28:9). Newel Knight, ein Mitglied der frühen Kirche, berichtete später, dass Hiram Page mit seinen Botschaften eine gewisse Unruhe unter den Mitgliedern gestiftet habe. Besonders Mitglieder der Whitmer-Familie und Oliver Cowdery schenkten diesen Offenbarungen Glauben. 


Joseph Smith war sich der Tragweite dieses Problems bewusst und entschied, die Angelegenheit während einer bevorstehenden Kirchenkonferenz am 1. September 1830 zu klären. Vor der Konferenz suchte er in dieser kritischen Situation den Rat des Herrn und empfing die Offenbarung, die heute als Lehre und Bündnisse 28 bekannt ist. In dieser Offenbarung wurde klar festgelegt, dass nur der Prophet der Kirche, also Joseph Smith selbst, Offenbarungen für die gesamte Kirche empfangen durfte. Oliver Cowdery wurde in der Offenbarung angewiesen, sich an die bestehende Kirchenordnung zu halten und Hiram Page gegenüber zu bezeugen, dass dessen Offenbarungen nicht von Gott kamen. Die enge schwägerliche Verbindung zwischen Oliver und Hiram war bei dieser Aufgabe sicherlich eine Herausforderung für Oliver. 

Diese Episode war ein entscheidender Moment für die junge Kirche. Sie stellte die erste große Führungsherausforderung dar und machte deutlich, dass göttliche Ordnung und Offenbarung über persönliche spirituelle Erfahrungen hinausgehen mussten, um Einheit in der Kirche zu bewahren. Lehre und Bündnisse 28 setzte einen klaren Präzedenzfall für zukünftige Offenbarungen und festigte die Rolle des Propheten als einzig autorisierte Quelle für Offenbarungen, die die gesamte Kirche betrafen. 


Wie sieht es mit Offenbarung für jeden Einzelnen aus? 

Diese Offenbarung schließt jedoch persönliche Offenbarungen für den Einzelnen nicht aus. Lehre und Bündnisse 8:2–3 erklärt, dass der Heilige Geist durch das Herz und den Verstand zu jedem Gläubigen spricht und so individuelle Führung gibt. Ebenso bestätigt Lehre und Bündnisse 9:7–9, dass der Herr den Menschen Weisung gibt, wenn sie sich in Rechtschaffenheit an ihn wenden. Auch in Lehre und Bündnisse 46:7–8 wird betont, dass jedem Gläubigen Geistesgaben zum persönlichen Nutzen gegeben werden. Somit stellt Lehre und Bündnisse 28 lediglich klar, dass persönliche Offenbarungen nur für den eigenen Bereich oder für untergeordnete Verantwortungsbereiche innerhalb der Kirche gelten, während Offenbarungen für die gesamte Kirche ausschließlich durch den Propheten empfangen werden. 


Präsident Nelson (eine Zusammenfassung): “Offenbarung für die Kirche, Offenbarung für unser Leben 

In seiner Ansprache „Offenbarung für die Kirche, Offenbarung für unser Leben“ betont Präsident Russell M. Nelson die zentrale Rolle der Offenbarung sowohl für die Leitung der gesamten Kirche als auch für die persönliche Führung eines jeden Gläubigen. Er erklärt, dass die Kirche Jesu Christi seit ihrer Wiederherstellung durch göttliche Offenbarung geführt wird und dass diese kontinuierliche Kommunikation mit Gott essenziell für ihre Führung ist. Als Präsident der Kirche empfängt er Offenbarungen für die gesamte Kirche und ermutigt die Mitglieder, sich ebenfalls um persönliche Offenbarung zu bemühen. 


Präsident Nelson hebt hervor, dass der Herr seine Kirche nicht ohne Führung lässt und dass Offenbarung ein kontinuierlicher Prozess ist. Er verweist auf Beispiele aus der Kirchengeschichte und auf aktuelle Entscheidungen, die durch göttliche Eingebung geleitet wurden. Dazu gehört beispielsweise die Einführung des neuen Programms für das Evangeliumsstudium zu Hause und in der Kirche. 

Neben der Offenbarung für die Kirche betont Präsident Nelson die Notwendigkeit persönlicher Offenbarung für jeden Einzelnen. Er lädt alle Mitglieder ein, sich daran zu gewöhnen, Inspiration durch den Heiligen Geist zu empfangen, um in ihrem Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er lehrt, dass persönliche Offenbarung nicht auf spektakuläre Visionen beschränkt ist, sondern oft als sanfte Eingebung oder tiefes Gefühl der Wahrheit kommt. 


Abschließend fordert er die Mitglieder auf, ihr geistiges Gehör zu schärfen, sich würdig zu machen, Offenbarung zu empfangen, und den Heiligen Geist als ständigen Begleiter in ihrem Leben zu haben. Offenbarung sei das Kennzeichen des wiederhergestellten Evangeliums und der Schlüssel, um in einer zunehmend herausfordernden Welt geführt und geschützt zu werden. 


 
 
 

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