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Wenn Gott Licht in dein Leben spricht

  • Autorenbild: manfred.lobstein
    manfred.lobstein
  • vor 2 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

„Und Gott sprach: Es werde Licht; und es ward Licht.“ (1. Mose 1:3 Mose 2:3 / Abraham 4:3). 


Wenn wir heute die Erde betrachten — geordnet, leuchtend, voller Vielfalt und Leben — fällt es schwer, uns vorzustellen, dass sie einst „wüst und wirr“ und „leer und öde“ war (Genesis 1:2Abraham 4:2). Doch genau dort setzt die Schöpfung an: im Dunkel, im Chaos, im Ungeformten. Und gerade in diesem unscheinbaren Anfang wird das Wesen Gottes sichtbar — der Schöpfer, der aus dem Rohstoff der Unordnung Schönheit formt, aus Leere Fülle entstehen lässt und aus Stille göttlichen Klang hervorbringt. 

Dieses Muster der Schöpfung ist kein fernes kosmisches Ereignis. Es ist ein geistiges Gesetz, das sich auch in unserem eigenen Leben wiederholt. Denn wir alle kennen Momente, in denen Orientierung fehlt, in denen Dunkelheit schwer auf der Seele liegt oder wir uns innerlich leer fühlen. Und gerade dann dürfen wir uns daran erinnern: Der Vater im Himmel und Jesus Christus sind Schöpfer — und ihre schöpferische Arbeit an uns ist lebendig, beharrlich und liebevoll fortschreitend. 

Sie können Licht in unsere tiefste Finsternis bringen. Sie können unsere innere Leere mit Leben, Sinn und Wärme füllen. Und sie können in uns jenes göttliche Potenzial erwecken, von dem Genesis 1:26 spricht — das Potenzial, wahrhaft „im Bild Gottes“ zu leben und ihm ähnlich zu werden. 

Mit diesem Verständnis öffnet sich der Schöpfungsbericht wie eine geistige Landkarte. Er zeigt uns nicht nur, wie Gott die Welt ordnete, sondern wie Er uns ordnet — und dass jeder göttliche Anfang mit einem einzigen heiligen Wort beginnt: Licht. 


Im Anfang – wenn Gott den ersten Schritt tut 


Am Anfang der Schöpfung liegt keine Form, keine Ordnung, keine Schönheit. Es ist ein Zustand, den die heiligen Schriften mit drei hebräischen Worten beschreiben: tohu wa-bohu, „wüst und leer“. Die Erde war „ohne Form“, „Finsternis lag auf der Tiefe“ (Genesis 1:2). In Mose 2 und Abraham 4 wird dieser Zustand fast tastbar: ein „dunkler Schleier“ bedeckt das Chaos – bis Gott spricht. 

Bevor irgendetwas entstehen konnte, war da nur sein Wort„Und sie, die Götter, sprachen: Lasst Licht sein;“ (Abraham 4:3

Der erste schöpferische Akt ist kein greifbarer, materieller Vorgang — sondern ein geistiges PrinzipGott beginnt jede Erneuerung mit Licht, Erkenntnis und Klarheit. Bevor Formen entstehen, bevor Strukturen wachsen, bevor Leben sich entfaltet, muss zuerst Licht einbrechen. 

Dieses Muster gilt nicht nur für die Welt, sondern auch für dich. Gott beginnt jeden neuen Anfang in deinem Leben, indem Er Licht spricht. 

Göttliche Ordnung: Schöpfung als Prozess, nicht als Moment 

Die Schöpfungserzählungen zeigen einen Gott, der in OrdnungSchritten und Phasen arbeitet. Talking Scripture und viele prophetische Kommentare heben hervor: 

  • Die Schöpfung ist keine spontane Explosion

  • keine magische Sekunde, 

  • sondern ein geordneter, liebevoller, geduldiger Prozess

  • in dem Gott immer wieder spricht, sieht, segnet und trennt. 

Gott erschafft nicht mit Hast, sondern mit heiliger Absicht. 

Joseph Smith lehrte, dass die Schöpfung nicht ex nihilo, aus dem Nichts, erfolgte, sondern aus vorhandener, ungeordneter Materie, die Gott formte, ordnete und mit Leben erfüllte. Das entspricht auffallend der Beschreibung in Abraham 4, wo die „Götter“ nicht einfach erschaffen, sondern „organisieren“: 

„Und sie, die Götter, organisierten das Licht …“ (Abraham 4:4

Schöpfung ist also Gottes Ordnung inmitten des Chaos

Wenn du das auf dein Leben anwendest, bedeutet es: Gott erwartet von dir nicht Vollkommenheit, sondern Bereitschaft, dass Er dein Chaos berühren darf. Er beginnt mit Licht — doch Er führt weiter mit Struktur, Rhythmus, Grenzen, Segen und Wachstum. 


Darwin, Joseph Smith und die Frage nach der schöpferischen Kraft 

Es klingt erstaunlich, aber sowohl Joseph Smith als auch Charles Darwin sprechen — aus völlig unterschiedlichen Perspektiven — von einer Kraft, die formt, ordnet und vorwärtsführt. 

Darwin beschreibt in frühesten Manuskriptpassagen eine Art „creative power“ oder „schöpferische Kraft“, die das Leben nicht zufällig, sondern zielgerichtet wachsen lässt. Dieses Konzept ist kein theologisches Bekenntnis, aber es zeigt eine wesentliche Intuition: 

Leben entwickelt sich nicht chaotisch, sondern folgt inneren Gesetzen, Mustern und Kräften, die ein höherer Geist gesetzt haben könnte. 

Joseph Smith wiederum sieht dieselbe Kraft, aber klar benannt: Gottes intelligentes Licht, das das Universum durchdringt — „die Macht Gottes“, die alle Dinge belebt (siehe L&B 88). 

In gewisser Weise stehen diese beiden Sichtweisen nicht zwingend im Widerspruch. Während Darwin beschreibt, wie sich Leben entfaltet, beschreibt Joseph Smith warum: Weil Gott eine Welt geschaffen hat, in der Wachstum, Anpassung und Entwicklung Teil Seiner Ordnung sind. Eine Welt, die sich entfaltet — nicht statisch, sondern lebendig. 

Die Propheten lehren kein Zufallsuniversum, sondern ein zweckhaftes, liebevoll organisiertes. Und genau dieses Muster spiegelt Genesis 1: Licht – Ordnung – Entwicklung – Fülle – Ruhe. 

Mehr hierzu lies gerne hier: “Creation versus Evolution” 


Was bedeutet Licht in deiner persönlichen Schöpfung? 

Wenn Gott spricht: „Es werde Licht“, geschieht mehr als äußere Helligkeit. In den Schriften steht Licht für Erkenntnis, Hoffnung, Orientierung und Offenbarung — für den Schritt aus innerer Finsternis in göttliche Klarheit. 

Vielleicht gibt es in deinem Leben Bereiche, die wie die Urflut wirken: verwirrt, leer oder überfordernd. Orte, an denen dir Struktur und Richtung fehlen. Genau dort beginnt Gott zu wirken — nicht erst, wenn alles geordnet ist, sondern wenn du Ihm erlaubst zu sprechen. 


Was könnte in deinem Leben neu entstehen, wenn du Gott erlaubst, Licht in deine gegenwärtige Situation zu sprechen? 

Vielleicht beginnt dein persönlicher „erster Tag“ heute — nicht durch ein großes Wunder, sondern durch die Bitte um ein einziges Wort: Licht. 

Betrachten wir die Schöpfung, erkennen wir ein göttliches Muster: Gott handelt heilend, weise und liebevoll nah. Er spricht Licht, bevor Formen entstehen; Ordnung, bevor Leben wächst. Und Er ruht, um zu zeigen: Sein Werk ist heilig. 

Dasselbe tut Er in uns — manchmal sanft wie ein wachsender Morgen, manchmal plötzlich wie ein Lichtstrahl in der Nacht. Doch immer in göttlicher Absicht. 

Darum ist die Schöpfung mehr als ein Bericht. Sie ist ein Spiegel deiner geistigen Entfaltung und Gottes leises Versprechen, dass aus jeder inneren Dunkelheit ein neuer Tag erwachsen kann — wenn wir Ihn sprechen lassen. 

So lädt die Schöpfung dich ein, Ihm Raum zu geben: für Licht, Ordnung und Neuanfang. 

Während ich darüber nachsinne, spüre ich, wie sehr Gott heute noch wirkt wie am ersten Tag. Sein Licht ist gegenwärtig, seine schöpferische Kraft nah. Wer sie einlädt, erlebt, wie selbst das Ungeformte im Herzen Gestalt annimmt. 


Geistliches Zeugnis 

Ich gebe Zeugnis, dass Gott wirklich der Gott des Anfangs ist — nicht nur der großen, kosmischen Anfänge, sondern auch jener stillen, unscheinbaren Neuanfänge in deinem Herzen. Ich habe erlebt, wie Sein Licht dorthin dringt, wo meine eigene Kraft nicht mehr ausreichte und wo ich selbst keine Klarheit schaffen konnte. Ich weiß, dass Er heute noch spricht, heute noch ordnet und heute noch aus innerem Chaos neues Leben entstehen lässt. 

Wenn du Ihm Raum gibst, wird Er auch in dir Licht sprechen — ein Licht, das heilt, richtet, stärkt und den Weg sichtbar macht, den du vielleicht jetzt noch nicht erkennen kannst. Dieses Licht ist real. Es ist persönlich. Und es führt immer zu Christus.

 
 
 

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