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Für mich ist alles geistig

  • Autorenbild: manfred.lobstein
    manfred.lobstein
  • vor 20 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit


Ein Bauer gibt von seiner Ernte einen zehnten Teil Gott zurück

(Bild: KI-generiert)


“Darum, wahrlich, ich sage euch: Für mich ist alles geistig, und zu keiner Zeit habe ich euch ein Gesetz gegeben, das zeitlich ist, weder irgendeinem Menschen noch den Menschenkindern, auch nicht Adam, eurem Vater, den ich erschaffen habe.” (Lehre und Bündnisse 29:34). 


  • Dieser Vers fasst die wesentliche Lehre zusammen: Gottes Werk und seine Gebote sind immer geistig. Auch wenn sie zeitliche Auswirkungen haben, ist ihr eigentlicher Zweck geistiger Natur. Alles, was Gott tut, dient einem höheren, ewigen Plan, der auf die Errettung und Verherrlichung seiner Kinder ausgerichtet ist. 


In diesen Versen lehrt der Herr eine wesentliche Wahrheit über seine Schöpfung, sein Gesetz und seinen ewigen Plan. Er stellt klar, dass diejenigen, die sich vorsätzlich von ihm abgewandt haben, nicht zu ihm zurückkehren können, weil sie keine Macht dazu haben. Gleichzeitig betont er, dass seine Worte stets in Erfüllung gehen und dass seine Werke nach einem bestimmten Muster ablaufen – zuerst das Geistige, dann das Zeitliche, und am Ende wieder das Geistige. Dies zeigt, dass alles, was Gott erschaffen hat, letztendlich auf geistige Prinzipien ausgerichtet ist. 

Diese Aussage verdeutlicht, dass Gottes gesamtes Schöpfungswerk in einem geistigen Kontext beginnt, anschließend eine zeitliche oder irdische Phase durchläuft und schließlich in einen erneuten geistigen Zustand übergeht. Anders ausgedrückt: Alles, was Gott schafft, ist zuerst in seinem Plan geistig angelegt, manifestiert sich dann im physischen Dasein und wird am Ende wieder in einen erhöhten, ewigen Zustand zurückgeführt. 


Aus der Sicht des Herrn ist nichts bloß „weltlich“ oder „zeitlich“ – jedes Gesetz und jede Schöpfung haben einen tieferen, geistigen Zweck. Die irdische oder zeitliche Phase dient dazu, uns Erfahrungen zu ermöglichen, unsere Entscheidungsfreiheit zu prüfen und uns auf die Ewigkeit vorzubereiten. Am Ende wird alles in einem geheiligten, vollkommenen Zustand fortbestehen, der letztlich wieder geistiger Natur ist. 

Der Herr erklärt, dass seine Werke keinen Anfang und kein Ende haben, doch um den Menschen ein Verständnis zu ermöglichen, offenbart er ihnen sein Werk in einer für sie verständlichen Weise. Dabei betont er, dass alle seine Gebote geistig sind. Er hat Adam und seinen Nachkommen nie ein rein zeitliches oder weltliches Gesetz gegeben, sondern nur geistige Gebote, die sich auf den ewigen Fortschritt des Menschen beziehen. 


Diese Lehre macht deutlich, dass Gottes Plan über das rein Materielle hinausgeht. Alles Zeitliche dient einem höheren, geistigen Zweck. Die Menschen haben die Fähigkeit, für sich selbst zu handeln, aber sie müssen erkennen, dass alle göttlichen Gebote letztlich dazu da sind, sie zu erheben und auf eine geistige Wirklichkeit vorzubereiten. 

Ein Beispiel dafür, wie sich das Prinzip „zuerst das Geistige, dann das Zeitliche und am Ende wieder das Geistige“ in einem konkreten Gebot zeigt, lässt sich am Gesundheitsgesetz illustrieren, das den Verzicht auf Alkohol, Tabak und bestimmte andere Substanzen einschließt (das „Wort der Weisheit“): 


  1. Zuerst das Geistige

    Der erste Grund, warum dieses Gesetz gegeben wird, ist spirituell. Gott möchte, dass wir unseren Körper als einen Tempel betrachten, in dem der Heilige Geist wirken kann. Wenn wir uns bewusst für den Verzicht auf gesundheitsschädigende Substanzen entscheiden, zeigen wir Demut und Gehorsam gegenüber Gott. Wir erkennen, dass unser Körper nicht allein uns gehört, sondern dass wir für seine Reinheit und Gesundheit vor Gott Verantwortung tragen. 

  2. Dann das Zeitliche

    In der Umsetzung dieses Gebots ergeben sich ganz praktische, körperliche Vorteile. Wer auf Alkohol, Tabak oder schädliche Drogen verzichtet, bleibt in der Regel gesünder, ist seltener abhängig oder krank und kann klarer denken. Diese zeitlichen Segnungen kommen direkt im Alltagsleben zum Tragen und bestätigen, dass das göttliche Gesetz auch im physischen Bereich positiven Nutzen stiftet.  

  3. Und am Ende wieder das Geistige:

    Durch das Befolgen dieses Gesetzes wachsen wir letztlich geistig, weil wir unsere Willenskraft stärken und besser in der Lage sind, den Einfluss des Geistes zu empfangen. Unser Leben wird reiner, und wir sind eher bereit, weitere Eingebungen oder Offenbarungen zu erhalten. So schließt sich der Kreis zurück zum Geistigen: Aus der treuen Befolgung des göttlichen Gebots entsteht am Ende ein tieferes geistiges Wachstum, das uns näher zu Gott bringt. 


In den Versen 29–35 lehrt der Herr über die geistige Natur seiner Gebote und den ewigen Plan seiner Schöpfung. Anschließend offenbart er in den Versen 36–39 eine grundlegende Wahrheit über den Ursprung des Bösen und den Zweck der Entscheidungsfreiheit. 


Der Herr erklärt, dass der Teufel bereits vor Adam existierte, da er sich gegen Gott auflehnte und versuchte, seine Ehre für sich zu beanspruchen. Aufgrund seines Stolzes und seines Strebens nach Macht führte er einen Aufstand im Himmel an und verleitete ein Drittel der himmlischen Heerscharen, sich ebenfalls gegen Gott zu stellen. Als Folge wurden Satan und seine Anhänger aus der Gegenwart Gottes verbannt und hinabgeworfen. Für sie wurde von Anfang an ein Ort bereitet, der als Hölle bezeichnet wird. 


Die heiligen Schriften lehren, dass für Satan und seine Anhänger ein Ort bereitet wurde, an dem sie von Gottes Gegenwart ausgeschlossen sind. In L&B 29:38 wird dieser Ort ausdrücklich als „Hölle“ bezeichnet, und an anderen Stellen ist von „äußerster Finsternis“ oder „äußerster Dunkelheit“ die Rede (Matthäus 25:41; LuB 76:44–45). Dort ist Satan mit jenen vereint, die sich bewusst gegen Gott und sein Licht entscheiden. 


In diesem Zustand herrscht völlige Trennung von Gottes Liebe und Gnade. Anders als die geistige Entwicklung, die den Kindern Gottes im Rahmen des Erlösungsplans zuteilwird, bleiben Satan und seine Engel für immer in Rebellion und können nicht an der Sühne Christi teilhaben. Diese Konsequenz resultiert aus ihrer freiwilligen Entscheidung gegen Gott. Während alle anderen Geistkinder Gottes durch Umkehr und das Sühnopfer Christi Erlösung erlangen können, bleibt Satan aufgrund seiner vollständigen Auflehnung unrettbar und versucht weiterhin, auch andere von Gottes Plan fernzuhalten. 


Doch der Herr offenbart auch einen tieferen Zweck hinter dieser Entwicklung: Es ist notwendig, dass der Teufel die Menschenkinder versucht, damit sie wirklich zwischen Gut und Böse wählen können. Ohne die Erfahrung des Bitteren könnten sie das Süße nicht erkennen. Dieser Gegensatz ist ein zentraler Bestandteil des Erlösungsplans, denn nur durch wahre Entscheidungsfreiheit kann der Mensch geistig wachsen, sich bewusst für das Gute entscheiden und letztlich zur Erhöhung gelangen. 

Dieser Teil der Offenbarung ist parallel zu Köstliche Perle Mose 4:1-4


 
 
 

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