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Was auch immer ihr im Glauben erbittet

Autorenbild: manfred.lobsteinmanfred.lobstein


(Bild: Quelle)


“Und, wie es geschrieben steht: Was auch immer ihr im Glauben erbittet, einig im Gebet gemäß meinem Gebot, das werdet ihr empfangen.” (Lehre und Bündnisse 29:6). 


Die sechs Ältesten und Joseph Smith waren zu dieser Zeit mit der Lehre des Evangeliums und der Übersetzung der Bibel beschäftigt. Laut John Whitmer hatten sie unterschiedliche Ansichten über den Tod Adams und seine Übertretung, was sie dazu veranlasste, sich im Gebet an den Herrn zu wenden. 


Einfluss auf diese Diskussion hatte wahrscheinlich auch Joseph Smiths Arbeit an der inspirierten Bibelübersetzung, die er 1830 begann. Bis September 1830 hatte er vermutlich bereits die ersten Kapitel von Genesis überarbeitet, die später als Mose 1–4 im Buch Mose (Köstliche Perle) enthalten sind. Diese Kapitel enthalten ebenfalls Details über die Schöpfung, den Fall und Satans Rolle, was direkt mit den Themen in L&B 29 zusammenhängt.  


Diese Offenbarung behandelte nicht nur ihre unmittelbaren Fragen, sondern gab auch tiefere Einblicke in die Schöpfung, den Fall, die Rolle des Satans und die Bedingungen der Umkehr. Sie betonte die geistige Natur von Gottes Geboten und hob hervor, dass alle Dinge zuerst geistig erschaffen wurden. Zudem wurde die Bedeutung der Entscheidungsfreiheit und der Notwendigkeit von Versuchungen für das Wachstum und die Entwicklung des Menschen erläutert. Die Offenbarung diente dazu, die Anwesenden in ihrer Lehre zu einen und ein tieferes Verständnis zentraler Evangeliumsthemen zu vermitteln. 


Der Herr beginnt die Offenbarung in L&B 29:1-2 mit einer eindringlichen Einladung an die Anwesenden, auf seine Stimme zu hören. Die Einladung des Herrn an die sieben Männer, auf seine Stimme zu hören, hatte in ihrer Situation eine tiefgehende Bedeutung. Sie waren in eine Debatte über verschiedene Evangeliumsthemen vertieft, insbesondere über die Natur von Adams Fall und dessen Auswirkungen. Da ihre Meinungen auseinander gingen, suchten sie im Gebet nach göttlicher Führung. Indem der Herr sie aufforderte, auf seine Stimme zu hören, machte er deutlich, dass wahre Erkenntnis nicht allein durch menschliche Diskussion entsteht, sondern durch Offenbarung von ihm. 


Für die sieben bedeutete diese Einladung, demütig zu sein und ihre eigenen Vorstellungen zurückzustellen, um die Wahrheit direkt von Gott zu empfangen. Sie sollten seine Worte als höchste und endgültige Autorität anerkennen, anstatt sich auf persönliche oder traditionelle Interpretationen zu stützen. Zudem war es eine Aufforderung, Einheit zu entwickeln, da sie als Führer der jungen Kirche gemeinsam das Evangelium lehren und verkünden sollten. Gleichzeitig bereitete der Herr sie geistig auf kommende Ereignisse vor, insbesondere auf die Sammlung der Auserwählten und das bevorstehende göttliche Gericht über die Schlechten. 


Die Offenbarung selbst zeigt, dass der Herr ihre Diskussion nicht nur beantwortete, sondern ihnen auch eine weit größere Perspektive eröffnete – von der Erschaffung der Welt über den Sündenfall bis hin zu den letzten Tagen und dem zweiten Kommen Christi. Dadurch wurde deutlich, dass auf die Stimme des Herrn zu hören bedeutet, sich seiner Führung zu unterstellen und seine Sichtweise anzunehmen, die über den begrenzten menschlichen Verstand hinausgeht. 


Dann stellt sich Jesus Christus, als der Erlöser und das „Große Ich Bin“ *), vor und erinnert sie daran, dass sein Arm der Barmherzigkeit für ihre Sünden gesühnt hat. Anschließend verspricht er, sein Volk zu sammeln, ähnlich wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt. Diese Sammlung gilt allen, die auf seine Stimme hören, sich vor ihm demütigen und ihn im Gebet anrufen. Mit dieser Einleitung bereitet der Herr die Gläubigen darauf vor, weitere Offenbarungen über Sammlung, Umkehr, Gericht und das bevorstehende Zweite Kommen zu empfangen. 


*) Der Name „der Große Ich Bin“ hat seinen Ursprung in der hebräischen Bibel, insbesondere in 2. Mose 3:14, als Gott sich Mose im brennenden Dornbusch offenbart. Auf die Frage, wie Mose den Israeliten seinen Namen nennen solle, antwortet Gott mit den Worten: „Ich bin, der ich bin“ (hebräisch: Ehjeh Ascher Ehjeh). Diese Selbstoffenbarung drückt aus, dass Gott ewig, unveränderlich und selbstexistent ist. Der Ausdruck „Ich bin“ ist eng mit dem hebräischen Gottesnamen JHWH (Jehova oder Jahwe) verbunden und verdeutlicht Gottes Allgegenwart und Allmacht. 

Auch im Neuen Testament wird dieser Name aufgegriffen. Besonders in Johannes 8:58 sagt Jesus: „Ehe Abraham war, bin ich.“ Damit bezieht er sich direkt auf den Gottesnamen aus 2. Mose und macht deutlich, dass er nicht nur ein Prophet ist, sondern Jehova selbst – der ewige Gott, der von Anfang an existiert. 


In L&B 29:1 bezeichnet sich Christus als „der Große Ich Bin“, um seine göttliche Identität als Jehova, der Erlöser der Welt, zu bekräftigen. Diese Bezeichnung erinnert die frühen Heiligen daran, dass er die höchste Autorität und Quelle aller Wahrheit ist. Indem er sich als „Ich Bin“ offenbart, unterstreicht Christus seine Rolle als Schöpfer, Richter und Erlöser, der über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herrscht. Seine Worte verdeutlichen, dass er die Macht hat, sein Volk zu führen, zu sammeln und zu erlösen. 


In L&B 29:3-8 lässt der Herr die Anwesenden wissen, dass ihnen zu dieser Zeit ihre Sünden vergeben sind, aber ermahnt sie gleichzeitig, nicht mehr zu sündigen, damit sie nicht in Gefahr geraten. Er erinnert sie daran, dass sie aus der Welt erwählt wurden, um sein Evangelium mit Freude und mit einer Stimme wie eine Posaune zu verkünden. 

Er fordert sie auf, ihre Herzen zu erheben und froh zu sein, denn er ist mitten unter ihnen und tritt als ihr Fürsprecher beim Vater ein. Der Herr versichert ihnen, dass es der Wille des Vaters ist, ihnen sein Reich zu geben. Er verspricht ihnen zudem, dass alles, was sie im Glauben und in Einigkeit im Gebet erbitten, gemäß seinem Gebot empfangen werden wird. 


Darüber hinaus ruft er sie dazu auf, bei der Sammlung seiner Auserwählten mitzuwirken. Diese Auserwählten, so erklärt er, erkennen seine Stimme und verhärten ihr Herz nicht. Deshalb hat der Vater beschlossen, sie an einem bestimmten Ort zu sammeln, damit sie sich darauf vorbereiten können, dem Tag entgegenzutreten, an dem Drangsal und Verwüstung über die Schlechten kommen werden. 


 
 
 

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