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Wem, der Erkenntnis hat, habe ich nicht geboten umzukehren?

  • Autorenbild: manfred.lobstein
    manfred.lobstein
  • vor 1 Stunde
  • 4 Min. Lesezeit


(Bild: Quelle)


“Und weiter, ich sage euch: Wem, der Erkenntnis hat, habe ich nicht geboten umzukehren?” (Lehre und Bündnisse 29:49).

 

  • Dieser Vers bringt die Kernbotschaft auf den Punkt: Jeder, der Erkenntnis besitzt, ist zur Umkehr aufgefordert. Die vorhergehenden Verse erklären, warum Umkehr notwendig ist (der geistige Tod durch Adams Fall, die Bewährungszeit des Menschen, die Möglichkeit zur Erlösung durch Christus) und wer davon betroffen ist (alle Menschen mit Erkenntnis). Vers 50 ergänzt, dass Gott selbst über jene urteilen wird, die kein Verständnis haben, aber die Hauptverantwortung für Umkehr liegt bei denen, die das Evangelium verstanden haben. 



In den Versen 40 und 41 erklärt der Herr, dass Adam aufgrund der Versuchung durch den Teufel von der verbotenen Frucht aß und dadurch das Gebot Gottes übertrat. Diese Übertretung führte dazu, dass er dem Einfluss des Teufels unterlag und aus dem Garten von Eden verstoßen wurde. Dies bedeutete, dass Adam von der Gegenwart Gottes getrennt wurde, was als geistiger Tod bezeichnet wird. Der Herr stellt klar, dass dieser erste geistige Tod eine Parallele zum letzten geistigen Tod ist – dem endgültigen Zustand der Schlechten, die bei ihrem Gericht von der Gegenwart Gottes ausgeschlossen werden, wenn der Herr zu ihnen sagt: „Hinweg, ihr Verfluchten.“ 

Diese Lehre zeigt uns die ernsten Konsequenzen von Sünde und Ungehorsam gegenüber Gott. Sie verdeutlicht, dass die Trennung von Gott die schlimmste Form des Todes ist, da das Leben ohne seine Gegenwart geistig bedeutungslos wird. Gleichzeitig erinnert sie uns daran, dass wir durch Christus von diesem geistigen Tod erlöst werden können, wenn wir umkehren und seinen Geboten folgen. Der Fall Adams war notwendig, damit der Erlösungsplan erfüllt werden konnte, doch für jeden von uns liegt die Entscheidung darin, ob wir die Versöhnung Christi annehmen oder uns durch Ungehorsam von Gott entfernen. 


In Vers 42 offenbart der Herr, dass Adam und seine Nachkommen nicht sofort dem zeitlichen Tod unterlagen, sondern dass ihnen eine Zeit gewährt wurde, in der sie sich durch Umkehr und Glauben an Jesus Christus auf die Erlösung vorbereiten konnten. Gott sandte Engel, um ihnen das Evangelium zu verkünden und ihnen den Weg zur Errettung aufzuzeigen. Dies zeigt, dass der Fall Adams nicht das endgültige Ende war, sondern dass Gott von Anfang an einen Plan zur Errettung der Menschheit hatte. 

Diese Lehre verdeutlicht die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes. Er gibt uns nicht nur das Gesetz, sondern auch die Möglichkeit, durch Umkehr und Glauben an Christus wieder zu ihm zurückzukehren. Sie erinnert uns daran, dass wir alle eine Zeit der Bewährung haben (Abraham 3:25), in der wir Entscheidungen treffen können, die entweder zu unserer geistigen Errettung oder zu unserer Trennung von Gott führen. Dies sollte uns motivieren, bewusst nach Wahrheit zu suchen, umzukehren und das Sühnopfer Christi anzunehmen, während wir noch Zeit dazu haben. 


In den Versen 43–45 erklärt der Herr, dass das Leben auf der Erde eine Bewährungszeit für den Menschen ist. Während dieser Zeit hat jeder die Möglichkeit, durch Glauben und Umkehr auf das ewige Leben vorbereitet zu werden. Wer sich jedoch weigert zu glauben und nicht umkehrt, bleibt in seinem geistigen Fall gefangen und kann nicht erlöst werden. Der Grund dafür liegt nicht in einem Mangel an göttlicher Gnade, sondern in der bewussten Entscheidung dieser Menschen, die Finsternis mehr zu lieben als das Licht. Ihre bösen Taten zeigen ihre Ablehnung der Wahrheit, und sie empfangen ihren Lohn entsprechend dem, dem sie dienen wollen. 

Diese Lehre macht deutlich, dass unsere Entscheidungen während der irdischen Bewährungszeit langfristige, ewige, Konsequenzen haben. Gott zwingt niemanden zur Umkehr, aber wer sich bewusst gegen ihn entscheidet, schließt sich selbst von der Errettung aus. Wir sollten diese Zeit nutzen, um Glauben zu entwickeln, Umkehr zu üben und das Licht Christi zu wählen, anstatt uns von Sünde und Finsternis beherrschen zu lassen. 


In den Versen 46–48 lehrt der Herr, dass kleine Kinder von Grundlegung der Welt an durch Jesus Christus erlöst sind. Sie können nicht sündigen, weil Satan keine Macht hat, sie zu versuchen, bevor sie vor Gott verantwortlich werden (Alter der Verantwortlichkeit). Diese Wahrheit hebt die vollkommene Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes hervor. Kinder sind unschuldig, und ihre Erlösung ist durch das Sühnopfer Christi gesichert, unabhängig von eigenen Taten oder Entscheidungen. 

Diese Lehre hat tiefgehende Implikationen für die Verantwortung der Eltern und der Erwachsenen im Allgemeinen. Da kleine Kinder in Unschuld aufwachsen, liegt es in der Hand ihrer Eltern und Lehrer, sie richtig zu erziehen und ihnen ein Beispiel an Rechtschaffenheit zu geben. Es bedeutet auch, dass diejenigen, die Kinder vernachlässigen oder ihnen schaden, große Rechenschaft vor Gott ablegen müssen. Diese Verse erinnern uns daran, wie wichtig es ist, Kinder in Liebe und Rechtschaffenheit zu führen und sie auf ihre eigene Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit vorzubereiten. 


In den Versen 49–50 macht der Herr deutlich, dass allen, die Erkenntnis besitzen, das Gebot zur Umkehr gegeben ist. Niemand, der das Evangelium versteht und die Fähigkeit hat, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, ist davon ausgenommen. Für diejenigen jedoch, die kein Verständnis haben, bleibt es Gott überlassen, nach seiner vollkommenen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit über sie zu urteilen. 

Diese Lehre zeigt die Bedeutung der persönlichen Verantwortung im Evangelium. Wer Erkenntnis über Gottes Gebote erlangt, trägt die Verantwortung, entsprechend zu handeln und umzukehren, wenn er Fehler macht. Gleichzeitig erinnert uns dieser Abschnitt daran, dass Gott der gerechte Richter ist und dass er in seiner Weisheit diejenigen richtet, die aus Mangel an Wissen oder Möglichkeiten nicht in der Lage sind, das Evangelium vollständig anzunehmen. 


Für uns bedeutet das, dass wir unser Wissen über das Evangelium nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Erkenntnis bringt Verantwortung mit sich. Wer das Licht der Wahrheit empfangen hat, soll danach handeln, um vor Gott bestehen zu können. Zugleich zeigt sich in diesen Versen Gottes Barmherzigkeit gegenüber denen, die nicht in der Lage sind, diese Verantwortung zu tragen. 


 
 
 

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